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LernFokus Nachhilfeinstitut

Was bringt Nachhilfe? Das sagen die Studien

Nachhilfe gehört zu den am besten untersuchten Fördermaßnahmen überhaupt. Die Ergebnisse sind deutlich, aber sie gelten nur unter Bedingungen, die man kennen sollte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Auswertung von 96 kontrollierten Studien zeigt: strukturierte Nachhilfe verbessert Schulleistungen um rund 0,3 Standardabweichungen, das schiebt ein durchschnittliches Kind von Rang 50 auf etwa Rang 61 von 100.
  • Damit gehört Nachhilfe zu den wirksamsten Fördermaßnahmen, die die Bildungsforschung kennt.
  • Wirksam ist aber nicht jede Form: Regelmäßigkeit, kleine Gruppen und geschulte Lehrkräfte machen den Unterschied, nicht die bloße Buchung.
  • In Deutschland nimmt etwa jedes siebte Schulkind Nachhilfe, am häufigsten in Mathematik.

Was die Forschung tatsächlich gemessen hat

Ob Nachhilfe wirkt, ist keine Glaubensfrage, denn sie gehört zu den am besten untersuchten Fördermaßnahmen überhaupt. Die bisher umfangreichste Auswertung stammt von den Bildungsökonomen Nickow, Oreopoulos und Quan: sie haben 96 randomisierte Studien zusammengefasst, also Untersuchungen, in denen der Zufall entschied, welche Kinder Förderunterricht bekamen und welche nicht. Nur so lässt sich die Wirkung sauber von allem anderen trennen.

Das Ergebnis, veröffentlicht im American Educational Research Journal: strukturierte Tutoring-Programme verbessern die Leistungen im Schnitt um knapp 0,3 Standardabweichungen. Hinter dem Fachbegriff steckt eine anschauliche Größe: ein Kind, das vorher genau in der Mitte seines Jahrgangs lag, auf Rang 50 von 100, liegt danach im Schnitt auf etwa Rang 61. Die begleitende Forschungsübersicht des Abdul Latif Jameel Poverty Action Lab am MIT ordnet ein: damit zählt Tutoring zu den wirksamsten Instrumenten, die in der Bildungsforschung je im Experiment geprüft wurden.

Wovon die Wirkung abhängt

Derselbe Datensatz zeigt allerdings genauso deutlich: nicht jede Nachhilfe wirkt gleich. Drei Zutaten trennen die erfolgreichen Programme von den wirkungslosen.

  • Regelmäßigkeit schlägt Feuerwehr. Die wirksamen Programme liefen mehrmals pro Woche über Monate, nicht als Einzelstunde kurz vor der Arbeit. Lernen ist ein Prozess, kein Notfalleinsatz.
  • Die Lehrkraft zählt. Programme mit ausgebildeten oder geschulten Lehrkräften erzielten deutlich größere Effekte als solche, in denen Laien oder Eltern unterrichteten.
  • Klein muss die Gruppe sein, nicht zwingend einzeln. Die untersuchten Programme arbeiteten einzeln oder in Kleingruppen von wenigen Kindern. Was es in keiner wirksamen Variante gab: große Gruppen, in denen individuelle Rückmeldung untergeht.

Nach diesem Muster ist unser Unterricht gebaut: feste Termine jede Woche, Gruppen mit höchstens vier Schülerinnen und Schülern, Lehrkräfte, die ihr Fach und ihre Didaktik beherrschen. Das ist keine zufällige Übereinstimmung, es ist die Form, für die die Datenlage spricht.

Ob dieses Modell auch für Ihr Kind trägt, zeigt eine einzige kostenlose Probestunde bei uns in Krefeld verlässlicher als jede Statistik. Zur kostenlosen Probestunde oder telefonisch unter 0163 / 2666082.

Wie verbreitet Nachhilfe in Deutschland ist

Nachhilfe ist längst Normalität. Nach der Untersuchung des Bildungsforschers Klaus Klemm für die Bertelsmann Stiftung nehmen 14 Prozent aller Sechs- bis Sechzehnjährigen in Deutschland Nachhilfe, das sind etwa 1,2 Millionen Kinder und Jugendliche. Ihre Eltern geben dafür zusammen rund 879 Millionen Euro im Jahr aus. Und das Fach ist meistens dasselbe: 61 Prozent der Nachhilfeschüler lernen Mathematik, mit weitem Abstand vor den Fremdsprachen mit 46 und Deutsch mit 31 Prozent. In der Sekundarstufe, also ab Klasse 5, nimmt etwa jeder Fünfte oder Sechste Nachhilfe, in der Grundschule nur etwa jeder Zwanzigste.

Wenn Ihr Kind Unterstützung braucht, ist es also in großer Gesellschaft. Der Satz „Alle anderen können das ohne Hilfe“, den Kinder sich selbst gern erzählen, ist statistisch schlicht falsch.

Was Nachhilfe nicht leistet, auch das gehört zur Wahrheit

Zwei Einschränkungen verschweigen wir nicht. Erstens: die starken Ergebnisse stammen aus strukturierten Programmen. Dieselbe Bertelsmann-Untersuchung hält fest, dass die Wirkung des breiten kommerziellen Nachhilfemarkts in Deutschland viel dünner erforscht ist. Es kommt also darauf an, wie gearbeitet wird, das Etikett Nachhilfe allein garantiert nichts.

Zweitens: Nachhilfe verstärkt Lernen, sie ersetzt es nicht. Ein Kind, das zwischen den Terminen nichts anfasst, wird auch mit dem besten Unterricht langsamer vorankommen als möglich. Die belastbare Formel lautet: guter Unterricht plus regelmäßiges eigenes Üben. Wie das Üben aussehen sollte, damit es wirkt, haben wir in einem eigenen Beitrag zum Lernen für Klassenarbeiten beschrieben.

Die erste Stunde kostet nichts.

Schreiben Sie uns, was in der Schule gerade nicht läuft. Wir melden uns spätestens am nächsten Werktag und schlagen einen Termin für die Probestunde vor.

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